Einkommensungleichheit durch die ökonomischen Bedeutung des Wissenssektors

[English title: Income disparity through the economic relevance of the knowledge sector (Translate text to: English)]

Rohrbach, D.
Wissensgesellschaft und soziale Ungleichheit. Ein Zeit- und Ländervergleich.
Wiesbaden: VS Verlag, 2008. 276 S., ISBN: 978-3-531-16229-4 (pbk)

Zus.: Über das Verhältnis von sozialer Ungleichheit und Wissensgesellschaft: Die Fakten
Die quantitativen Sekundäranalysen von volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungsdaten, anderen Aggregatdaten und Individualdaten aus 20 OECD-Ländern über den Zeitraum 1970 bis 2002 erbringen Folgendes: Erstens zeigt sich, dass die Entwicklung hin zu einer Wissensgesellschaft im Gange, aber nicht bereits abgeschlossen ist, zweitens wird deutlich, dass der Ausbau der Wissensgesellschaft durchschnittlich mit einem Bedeutungsverlust von Bildung, aber mit Einkommensgewinnen von Hochqualifizierten einhergeht und drittens wird klar, dass mit der ökonomischen Bedeutung des Wissenssektors die Einkommensungleichheit zunimmt. Weder ist also davon auszugehen, dass Ungleichheit mit fortschreitender ökonomischer Entwicklung zwangsläufig und kontinuierlich abnimmt, noch zeichnen sich moderne Gesellschaften durch eine immer stärker werdende Bedeutung von Bildung für sozialen Erfolg oder gar eine reine meritokratische Schließung aus.

Zielgruppe: SozialwissenschaftlerInnen; PolitikwissenschaftlerInnen

Autor: Daniela Rohrbach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsdatenzentrum im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.

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