Handlungsempfehlungen für Wissensmanagement durch Softwareunterstützung

[English title: Recommendations for Knowledge Management through software support (Translate text to: English)]

Hefke, M.
Ontologiebasierte Werkzeuge zur Unterstützung von Organisationen bei der Einführung und Durchführung von Wissensmanagement.
Karlsruhe: Universität Karlsruhe (TH), Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (Dissertation), 2008.

Zus.: Wissensmanagement (WM) umfasst die Umsetzung von Konzepten und Methoden zur Akquisition, Bewahrung, Entwicklung, Verteilung und Nutzung von Wissen. Ganzheitliches WM berücksichtigt dabei neben technischen und organisatorischen Aspekten auch den Mensch und die ihn beeinflussende Unternehmenskultur. Eine kritische Betrachtung existierender WM-Konzepte zeigt in diesem Zusammenhang aber, dass diese in der Regel nur bedingt praxistauglich sind. Weitergehend gibt es bezüglich der Einführung von WM weder einen allgemeingültigen Lösungsansatz noch eine feste Auswahl von WM-Instrumenten, die auf jede Problemsituation erfolgreich angewendet werden kann [Nor02] [PR02] [Pro99].
In dieser Arbeit werden deshalb zwei Softwarewerkzeuge für die technische Unterstützung von WM konzipiert, die zum einen den Reifegrad von Unternehmen unter Verwendung von beliebigen Reifegradmodellen für WM erfassen und darauf basierend Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellen, zum anderen auf das Anforderungsprofil eines Unternehmens zugeschnittene „Best Practices“ für WM identifizieren und auf die neue Unternehmenssituation übertragen.
Das Knowledge Management Implementation and Recommendation Framework (KMIR) unterstützt Unternehmen bei der Einführung und Durchführung von ganzheitlichem WM. KMIR ermöglicht die strukturierte Speicherung von Best Practice Cases (BPCs) einer WMEinführung über eine ontologiebasierte Fallbasis. Dabei werden traditionelle Unternehmenskennzahlen, Wissensziele und -probleme, Lösungen, Methoden und weitere relevanten Indikatoren berücksichtigt. Auf diese Weise können Unternehmen basierend auf der Erstellung eines eigenen Unternehmensprofils, das neben den beschreibenden Indikatoren eines BPCs eine neue Problemstellung und Zielsetzung beinhaltet, vom System Empfehlungen für die eigene WM-Einführung erhalten.
ONTOKNOM³ (Ontology-based Software Infrastructure for Retaining and Maintaining Knowledge Management Maturity Models) ermöglicht die ontologiebasierte Erfassung und Verwaltung beliebiger Reifegradmodelle für WM. Des Weiteren wird Unternehmen die Möglichkeit gegeben, auf einem Reifegradmodell eine webbasierte Selbstevaluierung durchführen. Basierend auf einem durch das System ermittelten WM-Reifegrad werden dann konkrete Maßnahmen zur Erlangung eines höheren Reifegrads vorgeschlagen.
Darüber hinaus wird das synergetische Potential einer integrierten Nutzung beider Werkzeuge im Rahmen der Einführung von WM aufgezeigt. Abschließend werden beide Werkzeuge einer umfassenden Validierung und Evaluierung unterzogen.

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© Universität Karlsruhe (TH), Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB)