Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb, 4/2008 – interessante Artikel

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ZWF Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb, Heft 4/2008

Wissensmanagementpraxis im Maschinenbau – Von der Strategie zur Lösung 195 – 199
Ronald Orth, Kai Mertens, Hartmut Stolte
Zus.: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau befindet sich gegenwärtig in einer robusten Wachstumsphase. Das gute internationale Geschäft ist für viele Unternehmen der Branche zu einem wichtigen Standbein des Geschäftserfolges geworden. In solch einem von Wachstum und hoher Internationalisierung gekennzeichneten Umfeld ist die Ressource Wissen ein erfolgskritischer Wettbewerbsfaktor. Diese Ressource zu nutzen und auszubauen ist Bestandteil einer wissensorientierten Unternehmensführung. Dieser Beitrag stellt Konzepte und Methoden in den Mittelpunkt, die eine wissensorientierten Unternehmensführung und eine nachhaltige Implementierung von Wissensmanagement ermöglichen. Durch den Einsatz der Wissensbilanz und der GPO-WM Prozessanalyse ist ein durchgängiges und systematisches Vorgehen gewährleistet: Von der strategischen Ausrichtung bis zur operativen Implementierung. Beide Methoden wurden bereits zahlreich in den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützten Projekten “Wissensbilanz – Made in Germany” und “ProWis – Prozessorientiertes und -integriertes Wissensmanagement in KMU” angewendet. Am Beispiel der Braunschweigischen Maschinenbauanstalt AG wird das Vorgehen in seiner praktischen Anwendung beschrieben.

Prozessorientiertes Wissensmanagement in produzierenden Unternehmen – Einfach, kostengünstig und gut 200 – 204
Stefan Voigt, Jörg von Garrel, Jessica Gatzke
Zus.: Wissensmanagement ist seit langer Zeit en vogue. Bei der Betrachtung der unzähligen Fachliteratur zur Thematik zeigt sich, dass Wissensmanagement als eine unverzichtbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen im 21. Jahrhundert betrachtet wird. Die unternehmerischen Bestrebungen auf diesem Gebiet verweisen allerdings auf erhebliche Schwierigkeiten im Zuge der Umsetzung des Wissensmanagement-Gedankens und fordern eine adäquate Behebung durch praxisnahe, Erfolg versprechende Wissensmanagement-Konzepte. Der folgende Beitrag widmet sich diesem Anspruch, in dem er ein erfolgreiches Konzept vorstellt: Prozessorientiertes Wissensmanagement – einfach, kostengünstig, gut.

Vorsprung durch Wissen 205 – 208
Anna Stricker, Dieter W. Fellner, Thomas Kamps, Jörn Kohlhammer
Zus.: Seit über 20 Jahren überlassen die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD Wissensmanagement nicht dem Zufall. Die Forscher entwickeln intelligente Suchlösungen und Informationsvisualisierungstechnologien und bieten mit ihren Innovationen vielen Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, auf Anforderungen der heutigen dynamischen Informationsgesellschaft schnell reagieren zu können. Die am Fraunhofer IGD entwickelte Software ConWeaver bietet Unternehmen eine semantische und integrierte Suche über Datenbankgrenzen hinweg. Das Suchsystem extrahiert Unternehmenswissen automatisiert aus heterogenen Datenquellen und repräsentieren es in Form multilingualer, semantischer Wissensnetze. Mit der Datenvisualisierung und Informationsanalyse beschäftigt sich die Visual Analytics Gruppe des Fraunhofer IGD. Die Wissenschafter entwickeln Echtzeitlösungen für die Simulation und die interaktive Visualisierung großer multidimensionaler Daten- und Informationsmengen.

Automatisierte Akquisition von Fertigungswissen im Werkzeug- und Formenbau 209 – 214
Thomas Schneider, Holger Dürr, Jörg Wenserski
Zus.: Der Werkzeug- und Formenbau, der traditionell eine wichtige Rolle im Produktentstehungsprozess einnimmt, sieht sich auf den globalisierten Märkten einem wachsenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Unternehmensspezifisches Fertigungs-Know-how bildet dabei einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Dessen konsequente Nutzung in den planenden Prozessen ist in vielen Fällen aufgrund einer individuellen Wissenshaltung der Facharbeiter eingeschränkt, was häufig durch eine werkstattorientierte NC-Programmierung verursacht wird. Im Komponenten-Werkzeugbau der Volkswagen AG konnte mit Hilfe von datenbasierten Lernverfahren standardisierbares Fertigungswissen automatisiert aus archivierten Planungsdaten akquiriert und in EDV-gerechter Form bereitgestellt werden.

Betriebliches Erfahrungswissen – die verborgene Ressource 215 – 222
C. Benjamin Nakhosteen, Nadine Schley, Bernd Ott
Zus.: Die demografische Entwicklung und alternde Belegschaften fordern die Unternehmen geradezu heraus, das Erfahrungswissen ihrer Mitarbeiter als fundamentale Ressource zu begreifen und seine Sicherung voranzutreiben. Die Sicherung des betrieblichen Erfahrungswissens ist ein Erfolgsmodell und wettbewerbsentscheidender Produktionsfaktor. Didaktische Modelle und Theorien des Lernens werden seit Langem entwickelt – es wird höchste Zeit für eine breite Umsetzung in die betriebliche Praxis. Der vorliegende Beitrag beschreibt Methoden und Maßnahmen, die schnell und kostengünstig auch in KMU umgesetzt werden können. Sie sind darauf ausgerichtet, verborgenes Wissen in kognitiv verfügbares Wissen zu transformieren.

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